Wer in seinem Garten eine saubere Rasenkante haben möchte, der kommt um Rasenkantensteine nicht herum – oder er/sie hat sehr viel Zeit, sich um den Rasen und im Speziellen sich um die Rasenkante zu kümmern. Es gibt viele unterschiedlichen Arten, aber gerade für Menschen mit Rasenmähern oder Mährobotern, haben sich die Gartenplaner die Mähsteine ausgedacht.

Hier erklären wir dir, wie du Mähsteine rund um deine Rasenfläche verlegen kannst und in Zukunft mit deinem Rasenmäher an den Rasenkanten keine Probleme mehr hast. Viel Erfolg!

Eine Rasenkante mit Mähsteinen verlegen

Mit einer Rasenkante kannst du unterschiedliche Bereiche in deinem Garten klar voneinander trennen. Ein verlegter Rasen hat die Eigenschaft etwas zu den Kanten zu wandern. Damit kann es gerade an Stellen zu den Blumenbeeten zu Ausfransungen kommen – und die gewünschte klare Abtrennung ist dahin. Es gibt viele unterschiedliche Rasenkantensteine und Beeteinfassungen und eine davon sind die sogenannten Mähsteine. Die Mähsteine gehören zur Familie der Rasenkantensteine, haben aber den entscheidenden Vorteil, dass du dir das Nachschneiden der Ränder sparst. Besonders fällt dies auf, wenn du entlang einer unebenen Mauer den Rasen mähen möchtest. Der Rasenmäher kommt nie ganz bis zum Rand und lässt eine Reihe Gräser stehen. Die Mähsteine kann der Rasenmäher befahren und mäht bis zu deinem vorgegebenen Rand – damit sieht deine Rasenfläche ausgesprochen schick aus.

Welches Werkzeug brauchst du zum Verlegen der Mähsteine?

Der Baumarkt denkt sich für jedes Problem ein passendes Werkzeug aus. In der Regel hast du die meisten Werkzeuge im Haus und kannst dir auch mit anderen Werkzeugen behelfen, sodass der klaren Rasenkante in deinem Garten nicht im Wege steht.

Die Werkzeuge für das reibungslose Verlegen

  • Gummi-Hammer
  • Winkelschneider
  • Wasserwaage
  • Maurerschnur mit Schnurnagel
  • Rasenkantenstecher
  • Spaten
  • Handstampfer
  • Winkel-Lineal
  • Kreide

Die Werkzeuge mit dem du das Verlegen auch gut bewerkstelligst

  • Spaten
  • Schnur mit Heringen
  • Pflasterstein
  • Wasserwaage
  • Hammer mit Schlagholz
  • Winkelschneider (oder du verlegst die Steine passend)

Welche Steine eignen sich als Mähkante?

Materialien der Mähsteine

Am besten für die Mähkante eignen sich Steinmaterialien. In der Regel findest du im Baumarkt oder Fachhandel Natursteine oder Betonsteine. Wahrscheinlich am einfachsten sind die Betonsteine, denn diese schon fertig geformt und lassen sich wunderbar in Reihe legen. Oft werden hier auch unterschiedliche Farben angeboten, meist bekommst du diese in Grautönen, Schwarz/Anthrazit oder in Rot. Natursteine sind in der Regel teurer, haben aber den Vorteil, dass sie sich nur wenig verfärben. Bei kleinen Pflastersteinen ist es notwendig, die Stein zweizeilig anzuordnen, sodass du die erforderliche Breite erreichst. Da die Natursteine oft kleiner sind als Betonsteine, musst du Steine mit Beton verlegen, ansonsten können sie schnell anfangen zu wackeln. In den Fugen können sich Gras und Unkraut wohlfühlen, daher ist besser, wenn du die Steine nach dem Verlegen verfugst.

Schwalbenstein, Schwalbenschwanz-Stein oder Mähstein

Mähstein

Unterschiedliche Namen für denselben Stein. Ein Klassiker, erprobt und in vielen Gärten zu finden. Durch die Abrundung nach Innen und Außen lassen sich die Steine bis zu einem bestimmten Winkel verlegen. Leichte Kurven oder auch geschwungene Rasenkanten lassen sich damit wunderbar legen. Die Schwalbensteine werden oftmals in unterschiedlichen Farben und auch in unterschiedlichen Größen angeboten.

Pali-Mähstein

Palisaden-Mähstein

Der Mähstein in Palisaden-Optik wird bündig zur Oberfläche verlegt. Dabei bilden drei Kreise einen Pali-Stein. Durch die Rundung im dritten Element lassen sich die Steine bündig legen und können sogar im 90°Winkel verlegt werden. Ein entscheidender Vorteil gegenüber dem klassischen Mähstein.

Mähroboterkantenstein

Der relativ breite Stein wurde für die Mähroboter optimiert, denn der vordere Teil des Roboters kann auch den letzten Grashalm erwischen, ohne dabei in die Beete zu fahren. Mit diesen Steinen kannst du Rundungen perfekt nachbilden und deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Schritt für Schritt Mähsteine verlegen

Mähsteine ohne Beton verlegen

Gerade dann, wenn du zur Miete wohnst, willst du vielleicht nicht ein meterlanges Betonfundament verlegen. In vielen Fällen reicht es, wenn du die Mähsteine auf einen verdichteten Untergrund legst. Wenn es kleine Steine sind und der Boden „fließt“, dann kann es ratsam sein, die Mähsteine mit Beton zu verlegen. Ebenso von Vorteil sind Rasenkantensteine mit einem Betonfundament, wenn du mit einem schweren Rasenmäher unterwegs bist. Ein Nachteil an Beton ist, dass späteres korrigieren deutlich schwieriger ist.

Richtschnur ziehen

Damit die Mähsteine gerade verlegt werden, ist es sinnvoll entlang der gewünschten Kante die Schnur zu spannen. Wenn du viele Geschwungene und Rundungen hast, dann kannst du diesen Punkt überspringen.

Steine zur Probe verlegen

Gerade dann, wenn du die Steine nicht zerteilen oder anschneiden möchtest, kannst du die Mähsteine entlang der Richtschnur auslegen. Wenn es dir nicht auf die Zentimeter ankommt, dann kannst du Rasenkante an den problematischen Stellen verkürzen oder verlängern, d.h. nur ganze Mähsteine verlegen.

Untergrund vorbereiten

Entlang der Richtschnur hebst du nun den Boden mit einem Rasenkantenstecher und Spaten aus. Abhängig von der Festigkeit des Untergrunds ist es ratsam, etwa das Doppelte der Steinstärke auszuheben. Wenn der Mähstein also eine Steinstärke von 5 cm aufweist, hebst du etwa 8 cm tief den Boden aus. Mithilfe eines Stampfers verdichtest du jetzt den Untergrund und begradigst ihn. Ein gut verdichteter Boden gibt beim Stampfen nicht mehr nach. Durch das Verdichten kommen nochmal ca. 2-4 cm hinzu.

Graben mit Splitt auffüllen

Sand kannst du auch für das Fundament verwenden, es kann aber passieren, dass Ameisen sich unter den Steinen wohlfühlen und den Sand nach oben transportieren. Dann können die Steine anfangen zu wackeln. Empfehlenswerter ist Splitt in einer Krönung 2-5 mm. Den Splitt solltest du ebenfalls mit einem Handstampfer verdichten und mit der Wasserwaage überprüfen.

Mähsteine verlegen

Beginne an den wichtigen Punkten, wie z.B. der Terrasse oder gut einsehbaren Ecken. Schließt du hier ab, kannst du Fehler nur noch schwer korrigieren. Die Mähsteine werden auf das Splitt gelegt und mit dem Gummihammer fest geklopft. Beim Verlegen solltest du darauf achten, dass du die Steine möglichst dicht setzt. Manche Landschaftsgärtner empfehlen, dass die Steine etwas über dem Feinplanum – der Vegetationstragsschicht – liegen. Dadurch werden die Steine nicht so schnell überwuchert.

Graben auffüllen

Mit dem restlichen Splitt und Erde kannst du den Graben verfüllen. Der Splitt kann als Rückenstütze der Mähsteine fungieren. Fertig ist deine neue Rasenkante!

Mähsteine mit Beton verlegen

Viele Punkte zwischen dem Verlegen mit Beton und ohne Beton unterscheiden sich nicht. Der große Unterschied ist das solide Betonfundament. Hier findest du die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Mähsteine verlegen mit Beton.

Verlauf der Rasenkante planen

Kontrolle ist besser als Augenmaß. Um ein Gefühl zu bekommen, wo die Rasenkante verläuft, hat es sich bewährt, zunächst eine Richtschnur zu spannen. Heringe oder Holzpflöcke in den Boden schlagen und eine Schnur zwischen diesen spannen.

Mähsteine zur Probe verlegen

Es gibt nichts Ungünstigeres, als wenn das Material ausgeht. Und auch um ein besseres Gefühl zu bekommen und wenn du die Steine nicht zerteilen möchtest, kannst du die Steine entlang des gewünschten Verlaufs und entlang der Richtschnur zur Probe auslegen. So kannst du Problemstellen schon im Vorfeld erkennen und den Verlauf etwas umplanen.

Untergrund für den Beton vorbereiten

Entlang der Richtschnur und dem gewünschten Verlauf hebst du nun den Boden mit einem Rasenkantenstecher und Spaten aus. Um ausreichend Platz für das Betonfundament und die Rasenkantensteine zu haben, hebst du etwa das Doppelte der Steinstärke aus. Bei einem Mähstein mit einer Steinstärke von 5 cm, werden etwa 10 cm Boden ausgehoben. Mit einem Stampffuß wird der Boden gleichmäßig verdichtet und begradigt.

Graben mit Beton befüllen

Für das Fundament der Steine wird Magerbeton verwendet. Oft findest du im Baumarkt mit der Bezeichnung Gartenbau-Beton oder Gartenbeton, dieser wird nach Anleitung in einem Verhältnis von 8:1 mit Kies in einer Körnung 0 bis 8 mm und Wasser angemischt. Mit einer Schaufel verteilst du den Beton im Graben gleichmäßig.

Mähsteine verlegen

Oft beginnt man an der Terrasse oder direkt am Haus. Verwendest du runde Steinen, dann musst du den ersten Stein mit einem Winkelschleifer oder Steinknacker zuschneiden. Die anderen Steine werden bündig angelegt und mit einem Gummihammer festgeklopft.

Beton abstreichen & Rückenstütze bilden

In Richtung Rasenkante wird der Beton gerade abgestrichen. Wenn hier dem Rasen der Mutterboden fehlt, dann entstehen hier im Sommer braune Stellen. Daher sollte die Kante gerade nach unten gehen.

Damit die Mähsteine gut sitzen, wird zur Beetseite eine Rückenstütze gebildet. Hierfür wird der Beton schräg abgestrichen. Die obere Kante der Rückenstütze sollte den Stein etwa zwei Drittel einfassen.

Graben auffüllen

Der letzte Arbeitsschritt beim Setzen der Mähsteine ist das Verfüllen des Grabens. Einfach den ausgehobenen Mutterboden wieder einfüllen und planieren. Der Beton härtet je nach Feuchtigkeitsgrad noch etwa ein bis zwei Tage aus.

Tipp: Kabel- und Schlauchkanal

Die klassischen Mähsteinen lassen sich mit einem Kabel- und Schlauchkanal kombinieren. Gerade wenn du für den Sommer Gartenschläuche verlegst, ist der Kanal die perfekte Möglichkeit, die Schläuche verschwinden zu lassen. Auch Stromkabel kannst du im Kanal verstecken und falls sich später dein Bewässerungssystem neu verlegt werden muss, dann musst du nur die Abdeckung entfernen, den neuen Schlauch hineinlegen und die Abdeckung wieder drauflegen – fertig! So kannst du wunderbar Stolperfallen entfernen und sich vor Rasenmäher & Co. verlegen.