Was ist beim Garage verputzen zu beachten?

Du willst deine Garage selbst verputzen? Ok, das ist nicht so schwierig, aber ein wenig handwerkliches Geschick und Erfahrung solltest du schon mitbringen. Auch sollte die Garage nicht zu groß sein, denn mit der Hand Verputzen ist schon etwas anstrengend und das Ergebnis kann variieren. Wir empfehlen daher, nur geringere Flächen selber von Hand zu verputzen. Was du dabei beachten musst, welche Putze es gibt und wie die beste Vorgehensweise ist, sagen wir dir hier.

Wenn du deine Garage selber verputzt, kannst du ordentlich Geld sparen und wenn du dir Mühe gibst, wird das Ergebnis bestimmt auch wirklich gut. Probiere es mal aus!
Karl vom Heimmeister-Team
Dipl. Industriedesigner & Hobbyhandwerker

Außen und innen verputzen

Ob du außen und innen verputzen musst, richtet sich nach der Bauart der Garage. Hat deine Garage Massivwände, wirst du auch innen verputzen wollen. Aber außen ist natürlich das wichtigste, denn der Putz bietet Schutz vor Wind und Wetter. Er ist die Schutzschicht, die die Substanz der Garage erhält.

Es gibt verschiedene Putz-Sorten, für das Verputzen von innen und für außen. Wobei der jeweilige Untergrund entscheidend ist und auch die Dicke der Putzschicht bestimmt. Denn Unebenheiten müssen ausgeglichen werden.

Wozu ist Unterputz gut?

Auf der Außenseite deiner Garage solltest du mindestens zwei Putzschichten auftragen. Du startest mit dem Unterputz, der den Untergrund ebnet und vorbereitet. Dann kommt der Fassadenputz oder Oberputz darauf. Dieser mehrschichtige Aufbau ist auf jeden Fall zu empfehlen für eine lange Haltbarkeit und gute Ergebnisse.

Welche Putzarten gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen den folgenden Putzsorten:

  • Kalkputze
  • Kalk-Zementputze
  • Lehmputze
  • Lehm-Gips-Putze
  • Gipsputze

Der Gipsputz ist relativ weit verbreitet, eignet sich aber eher nicht für die Fassade. Denn er nimmt Feuchtigkeit auf und wird instabil, wenn er nicht immer wieder schnell trocknen kann. Auch Lehmputze solltest du außen nicht verwenden, denn sie sind wenig witterungsbeständig und nehmen ebenfalls Wasser auf, was zum Aufquellen führen kann.

Kalk- und Kalkzementputze sind dagegen wesentlich besser geeignet für den Außenbereich. Es gibt online und im Baumarkt gute Produkte, die bereits gebrauchsfertig vorbereitet sind. Die Verarbeitungshinweise geben dir Auskunft darüber, wofür und wie du den jeweiligen Putz verwenden kannst.

Was sind Rollputze?

Für kleinere Flächen und wenn du wenig Erfahrung mit Verputzen hast, kannst du zu Rollputzen greifen. Sie lassen sich einfacher verarbeiten und erzielen eine gleichmäßige Oberfläche. Es gibt ihn mit verschiedenen Körnungen. Die Körnung entscheidet über die spätere Rauheit der Struktur. Außerdem kannst du den eher flüssigen Rollputz auch direkt einfärben. Also mit Abtönfarbe vermischen und so deine gewünschte Farbe auftragen. Selbstverständlich lässt sich der Rollputz aber auch nach dem Trocknen normal überstreichen.

Reibeputze für den Außenbereich

Auch Reibeputze eignen sich sehr gut für den eher ungeübten Heimwerker. Denn der Reibeputz ist bereits gebrauchsfertig vorbereitet und lässt sich gut verarbeiten. Das Anrühren entfällt also für dich. Reibeputze auf Kunstharzbasis sind stabil und bilden eine wetterfeste Oberfläche aus – perfekt, um deine Garage zu schützen. Auch Reibeputze kannst du mit Farbe abtönen.

Die Dichte von Stahl

Die Dichte von Stahl

Die Dichte von Stahl ist ein Wert, der sehr häufig nachgeschlagen wird. Grundsätzlich liegt der Wert zwischen 7850 und 7870 … weiter

Vorgehen beim Verputzen

Hart auf Weich und Weich auf Hart

Wenn du deinen passenden Putz heraussuchst, beachte folgende Grundregel: Weiche Putze mit nachgebenden Eigenschaften kommen auf harten Untergründen zum Einsatz. Härtere Putze werden bei weicheren Untergründen benutzt.

Untergrund prüfen

Prüfe sorgfältig, ob der Untergrund ausreichend tragfähig ist und für das Verputzen vorbereitet ist.

Folgende Kriterien müssen erfüllt sein: Der Untergrund muss eben, trocken und absolut frostfrei sein. Außerdem darf er nicht sandend sein und auch nicht kreidend.

Betonteilen musst du speziell behandeln und dafür sorgen, dass die sogenannte Sinterschicht oder Sinterhaut vom Beton entfernt wird. Denn diese Trennschicht wird früher oder später abplatzen und stellt deshalb keinen tragfähigen Untergrund dar. Du kannst sie abschleifen oder aber mit einem Fluat-Auftrag und Nachwäsche beseitigt. Beachte dabei aber unbedingt die Sicherheitshinweise des Fluat-Herstellers.

Verputzen einer Fassade

Beim Verputzen ist darauf zu achten, dass der Untergrund mit Putzgrund vorbehandelt wurde. Nun kannst du den Putz auftragen. Auf den funktionalen Unterputz kommt dann der Oberputz, welcher auch die Dekoration macht. Zum einen durch die Körnung und zum anderen, durch deine Dekorarbeiten. Hier findest du die genaue Vorgehensweise zum Verputzen einer Außenmauer oder Fassade.