Garagenboden ausgleichen – so geht es!

Meist entsteht nach ein paar Jahren, eher nach Jahrzehnten, der Benutzung der Garage auf dem Garagenboden Unebenheiten. Neben dem optischen Makel können kleine Risse oder stärkere Abnutzungen zu größeren Renovierungsarbeiten oder Sanierungsarbeiten führen, daher lohnt es sich den Garagenboden im Blick zu behalten und besser früher als später ein paar Arbeiten vorzunehmen.

Auf einem unebenen Garagenboden bilden sich Pfützen, Dreck kann sich ansammeln und letztlich kann die Feuchtigkeit zu größeren Schäden im Boden führen. Wie du am besten vorgehen solltest und welche Unebenheiten du selber beheben kannst, haben wir in unserem Artikel zusammengefasst.
Dein Heimmeister-Team

Neben dem Schutz des Bodens, ist das Ausgleichen des Bodens eine Voraussetzung, wenn du z.B. auf den Boden Fliesen verlegen möchtest.

So wird der Garagenboden ausgeglichen!

Bevor den Boden ausgleichst, solltest du ein paar Punkte im Vorfeld beachten. Wichtig ist zunächst herauszufinden, warum der Garagenboden nicht mehr eben ist. Gerade dann, wenn Feuchtigkeit im Spiel ist, kann diese tief in den Boden einziehen und bei Frost zu größeren Schäden führen.

Ursachen für einen unebenen Garagenboden

  • Abrieb durch Gebrauch
  • lokale Beschädigungen
  • Feuchtigkeit
  • Alterserscheinung
  • Strukturelle Beschädigung

Besonders dann, wenn die Feuchtigkeit im Boden schon länger gewirkt hat, ist es ratsam einen Fachmann zu konsultieren. Hier kann es sein, dass es nicht ausreicht eine kosmetische Behandlung der Oberfläche vorzunehmen. Frustrierend ist es, wenn du die Unebenheit beseitigt hast und im nächsten Winter sich die Füllung komplett vom Untergrund ablöst. Dies passiert häufig, wenn der Untergrund bröckelt oder sandet und damit sich die Ausgleichsmasse nicht richtig mit dem festen Untergrund verbinden kann.

Garagenboden mit Ausgleichsmasse ausgleichen

Geringe Unebenheiten von weniger als einem Zentimeter kannst du mit einer sogenannten Ausgleichsmasse beheben. Die selbstnivellierende Ausgleichsmasse wird einfach auf einen gründlich gereinigten und getrockneten Garagenboden gegossen. Verschmutzungen mit Öl und Fett solltest du separat reinigen und ggf. mit ein Haftgrund behandeln. Bei größeren Flächen macht der Haftgrund für die gesamte Fläche Sinn, denn die sogenannte Haftbrücke soll ja schließlich halten und die Ausgleichsmasse gut mit dem bisherigen Boden verbinden. Damit du unschöne Luftbläschen vermeidest, wird die Ausgleichsmasse nach dem Verteilen mit einer Stachelwalze entlüftet. Wichtig ist, dass du die Entlüftung im flüssigen Zustand machst – nicht zu spät – die Aushärtezeit steht in der Regel auf dem Produkt. Wenn du bewusst ein Gefälle haben möchtest, z.B. damit das Wasser in die richtige Richtung fließt, musst du eine andere Methode wählen, denn mit einer selbstnivelliernden Ausgleichsmasse bekommst du dies nicht hin.

Garagenboden mit Betonspachtel ausgleichen

Sind die Löcher tiefer sind, dann solltest du einer Spachtelmasse greifen. Auch hier gibt es ähnlich wie bei der selbstnivellierenden Ausgleichsmasse Fließspachtel, der nur angerührt wird und dann in das Loch gefüllt wird. In der Regel steht auf der Verpackung des jeweiligen Produkts die maximale Tiefe der Anwendung. Bei ganz tiefen Löchern solltest du einen speziellen Tiefenfüller verwenden, der dafür konzipiert wurde. Bei der Wahl der Spachtelmasse solltest du darauf achten, dass diese auch im nicht frostfreien Bereich eingesetzt werden darf.

Worauf du beim Material achten solltest

  • Boden muss druckfest sein: Das verwendete Material sollte für den Einsatz für die Garage geeignet sein. Autos wiegen relativ viel und geben ihr Gewicht nur über die Reifen – geringe Fläche – auf den Boden.
  • Frostsicheres Material: Da die Garage nur selten beheizt ist, solltest du darauf achten, dass es für den Außenbereich geeignet ist.
  • Schichtstärke: Jedes Material hat eine maximale Schichtstärke, daher solltest du im Vorfeld die tiefsten Löcher ausmessen.