Wand Feuchtigkeit messen

Die Feuchtigkeit in der Wand messen steht oftmals an, wenn sich Schimmel bildet oder ein Raum muffig riecht. Feuchtes Mauerwerk ist nicht nur ungesund, sondern auch eine Bedrohung für das Gebäude selbst.

Die Feuchtigkeit in der Wand messen ist der erste Schritt, wenn vermutet wird, dass sich Schimmel bildet oder es etwas seltsam im Raum riecht. Mit welchen Messgeräten man die Feuchtigkeit im Mauerwerk messen kann, erfährst du in unserem Artikel. Meistens ist dies der Anfang von einer langen Suche nach Ursachen und letztlich oftmals mit einer Sanierung einhergeht.
Nik vom Heimmeister-Team
Dipl. Geograph, Ferienhausbesitzer & Hobbyhandwerker

Mit der bloßen Hand fühlt sich eine Wand oft kühl oder sogar kalt an. Aber ist diese dann auch feucht? Mithilfe von Messgeräten kann eine Mauer genau gemessen werden und welche Geräte sich dafür eignen, erfährst du in unserem Artikel.

Feuchtigkeit im Mauerwerk messen, wie geht das?

Zeichen für Feuchtigkeit

Wer den Verdacht hegt, dass eine Wand feucht ist, der kann auf folgende Anzeichen achten, denn diese lassen sich oftmals mit einer zu hohen Feuchtigkeit in Verbindung bringen.

  • muffige Gerüche im Raum auch nach dem Lüften
  • klamme Kälte im Raum
  • dunkle Flecken
  • Schimmelbefall
  • bröckelnder Putz
  • Salzausblühungen auf der Mauer

Dass die Wand feucht ist, ist klar, aber wie feucht die Wand ist, lässt sich dadurch nicht bestimmen. Eine genaue Bestimmung kann nur eine Messung der Feuchtigkeit an der Wand beantworten. Auch dies sollte nicht nur singulär passieren, sondern sollte über einen längeren Zeitraum erfolgen. Es kann z.B. sein, dass die Wand nur hin und wieder feucht ist und anschließend wieder austrocknet.

Methoden zur Messung der Wandfeuchte

Für die Messung der Feuchtigkeit in der Wand reichen bereits einfach Feuchtemessgeräte aus, klar teurer geht immer, aber um den ersten Verdacht zu erhärten, muss man nicht gleich 100 Euro und mehr ausgeben. Diese Feuchtemessgeräte werden zur Bestimmung von Restfeuchte im Brennholz verwendet und eignen sich teilweise auch, um Baufeuchte in weicheren Baustoffen wie Gips, Putz und Estrich zu bestimmen. Diese einfachen Feuchtemessgeräte sind schon für unter 20 Euro zu bekommen.

Wer sich die Anschaffung eines Feuchtemessgeräts sparen möchte, der kann für die erste Diagnose ein Infrarotthermometer greifen. Dieses zeigt zwar nicht die Feuchtigkeit an, aber kann die kalten Stellen an der Wand messen. Eine kalte Wand ist besonders anfällig für eine feuchte Wand.

Geräte zur Bestimmung der Feuchtigkeit

  • Zerstörungsfreie Messgeräte: Beim dielektrisches Messverfahren oder auch kapazitivem Verfahren genannt, wird die Kugel des Messgeräts an den Werkstoff gehalten.
  • Messgeräte mit sogenannten Einstechfühlern: Beim Widerstandsverfahren werden die zwei Einstechfühler in den Werkstoff gesteckt und anhand des Widerstands die Feuchtigkeit ermittelt. Kleine Einstechlöcher sind notwendig, je nach Stelle akzeptabel. Nachteil ist oftmals, dass die Geräte eine maximale Feuchte von 60 % anzeigen können.

Wann ist jetzt die Wand feucht?

Oftmals kannst du als Laie – so bezeichne ich dich mal – die Werte nicht genau beurteilen. Die Hersteller der Geräte haben oft ganz eigene Messskalen und bieten zwischen Prozentangaben und Digits alles an. Gleichzeitig weiß man nicht, ob man nun die Feuchtigkeit der Wand gemessen hat oder nur vom Putz oder der Tapete. Bevor du jetzt den Fachmann rufst oder durch Internetforen quälst, versuche es mit einer vergleichenden Messung. Wichtig hierbei ist, dass es das gleiche Material ist. Hier kommt nun der Vorteil des kapazitiven Messgeräts zum Tragen, denn damit musst du nicht die ganze Wand löchern. Bei einem starken Schimmelbefall sind meistens die paar Löcher in der Wand das geringere Problem.

Für die vergleichende Messung misst du an den unterschiedlichsten Stellen die Feuchtigkeit oder Digits und vergleichst dann später diese. Gerade im Bodenbereich oder auch in den Ecken kann es zu kühleren und damit auch nassen Flächen kommen. Andererseits kann es natürlich auch sein, dass die Feuchtigkeit nicht von Innen, sondern von Außen kommt, wie z.B. durch Regenereignisse oder Grundwasser.