Garagenboden sanieren – Möglichkeiten & Maßnahmen

Dein Garagenboden schaut nicht mehr so richtig gut aus und du fragst dich nach Möglichkeiten ihn zu sanieren? Dann haben wir hier einige gute Ideen und Maßnahmen für dich, wie du Rissen und Flecken im Boden deiner Garage entgegnen kannst. Denn in vielen Fällen kannst du einen bereits abgenutzten Garagenboden selber reparieren. Welche Möglichkeiten du hast, und welche Maßnahmen beim Sanieren erforderlich sind, findest du hier.

Nicht immer ist es zu empfehlen, den Garagenboden zu sanieren. Wenn zum Beispiel tiefe Risse vorhanden sind oder starke Beschädigungen, kann es sinnvoller sein, den Boden komplett zu erneuern.
Karl vom Heimmeister-Team
Dipl. Industriedesigner & Hobbyhandwerker

Das Ausbessern des Garagenbodens macht dann Sinn, wenn Fundament und Betonsohle noch in Ordnung sind. Wenn der Beton bereits bröckelig ist und aussandet oder so tiefe Risse zu erkennen sind, dass die Tragfähigkeit nicht mehr gegeben ist, solltest du von einer Sanierung eher absehen und dich damit anfreunden, den Garagenboden komplett zu erneuern.

Zwar können Risse im Beton aufgefüllt werden, dabei ist aber wichtig, dass die Stabilität des Bodens wiederhergestellt wird. Dazu müssen die Risse kraftschlüssig geschlossen werden. Einfach auffüllen reicht da nicht aus. Vielmehr musst du mit einem Betonschneider die beschädigten Stellen heraustrennen und dann sachgerecht wieder verschließen. Ganz ehrlich, das ist eher was für Profis und sollte vom Fachbetrieb durchgeführt werden. Bei kleineren Beschädigungen des Garagenbodens kannst du aber selbst Hand anlegen.

Den Garagenboden prüfen

Als Erstes solltest du dir deinen Boden genau ansehen und ehrlich sein: Macht eine Sanierung Sinn oder solltest du besser den Boden komplett erneuern? Kannst du die Schäden selber ausbessern oder wäre es besser einen Fachmann zu konsultieren?

Kriterien dafür sind:

  • Ist der Boden insgesamt stark uneben?
  • Hat dein Garagenboden Wellen und Kuhlen?
  • Wie tief sind die Risse?
  • Hat der Boden Flecken?
  • Sandet dein Boden in der Garage?
  • Schein sich der Boden aufzulösen?

Den Garagenboden selbst sanieren

Es gibt spezielle Reparaturmasse, die selbstnivellierende Eigenschaften hat. Beachte, dass die Ausgleichsmasse auch Frost abkann und für draußen geeignet ist. Mit einer solchen Ausgleichsmasse kannst du kleinere Schäden gut selbst ausbessern. Dazu mischst du die Masse ein bis zwei Minuten mit einem Rührwerkzeug auf. Du wirst vermutlich eine entsprechend nicht zu feste Konsistenz haben wollen, um eine gute Fließfähigkeit der Masse zu bekommen. Beachte dazu das Mischverhältnis, wie angegeben vom Hersteller. Vergiss die meistens notwendige Reifezeit bei solchen Produkten nicht, bevor du erneut kurz durchmischt.

Nun kannst du mit Spachtel, Kelle oder Traufe die Füllmasse auftragen. Um bei höherer Schichtdicke die Oberfläche zu nivellieren, kannst du sie durch Schwabbeln ebnen. Die entstehenden Wellenbewegungen führen zu einer Nivellierung der Oberfläche.

Im Grunde ist eine solche Reparaturmasse einfach zu verwenden:

  • Anrühren
  • Auf den Betonboden gießen
  • Verteilen

Für ein gutes und dauerhaftes Ergebnis ist aber eine entsprechende Vorbereitung des Untergrundes wichtig. Es hilft die beste Spachtelmasse nichts, wenn du sie auf Sand, Fett oder Öl aufträgst. Auch muss der Beton frei von Sinterhäuten sein.

Den Garagenboden beschichten

Wenn du deinen Garagenboden erfolgreich gut ausgebessert hast, empfehlen wir dir, den Betonboden noch zu beschichten oder zu versiegeln. Dafür gibt es spezielle Beschichtungen aus Epoxidharz oder auf Kunststoffbasis. Auch diese Arbeit kannst du selbst ausführen.